Euklid 
Ausser seinen unsicheren Lebensdaten 330-275 v.Chr wissen wir sehr wenig über ihn. Seine Elemente (einem
dreizehnbändigen Kompedium des gesamten mathematischen Wissens jener Zeit) enthalten neben einer systematischen
Dartstellung der geometrischen Grundbegriffe auch alles, was zu seiner Zeit über die Zahlentheorie bekannt war. Hier
steht auch der 'Fundamentalsatz der Arithmetik' zum ersten Mal: Jede natürliche Zahl >1 ist entweder eine Primzahl
oder kann auf eindeutige Weise als Produkt von Primzahlen geschrieben werden.
Das Verfahren zur Bestimmung des grössten gemeinsamen Teilers wurde im 7.Buch seiner Elemente erstmals vorgestellt
und ist seither unter dem Namen Euklidischer Algorithmus bekannt.
Euklid versuchte die Geometrie axiomatisch aufzubauen. Axiome können nicht mehr mathematisch bewiesen werden
- sie müssen dann zum Beispiel empirisch verifiziert werden. Aus wenigen Axiomen wurde die gesamte 'euklidische
Geometrie' aufgebaut, und diese war für ca. 2200 Jahre gültig. Eine lückenlose Axiomatik der Geometrie wurde 1899
von David Hilbert geliefert. Euklids Unsterblichkeit ist eng mit dem fünften seiner Postulate - dem Parallelenaxiom
- verbunden.
Gegeben sei eine Gerade g und ein Punkt P, der nicht auf g liegt. Dann kann in der durch g und P bestimmten Ebene
genau eine einzige Gerade g' durch P so gezogen werden, dass sich g und g' nicht schneiden.

Lobatschewsky bezweifelte nach 2200 Jahren dieses Axiom, und setzte nicht nur seinen Ruf als Wissenschaftler damit
aufs Spiel. Seine nicht-euklidische Geometrie war nur die erste von mehreren, die von seinen Nachfolgern
entworfen wurden (→ Riemann).
Weitere Informationen zum Werk "Elemente" finden Sie in der pdf-Datei unter
http://www.antike-griechische.de/Euklid.pdf.
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