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Hilbert, David 
David Hilbert (23.01.1862 - 14.02.1943) wurde in Königsberg geboren. Sein
Vater und sein Grossvater waren Richter. Im Jahre 1885 promovierte er mit einer
Dissertation über Invariantentheorie. Nachdem er 1892 zunächst Professor in
Königsberg wurde, bekam er 1895 einen Lehrstuhl in Göttingen, wo er bis zu
seiner Emeritierung im Jahre 1930 blieb.
Hilberts mathematische Interessen waren weit gestreut, von der
Invariantentheorie über die algebraische Zahlentheorie, Grundlagen der
Geometrie, Analysis bis hin zur Relativitätstheorie. Seine herausragenden
längeren Arbeiten enthalten den 370 Seiten starken Zahlbericht (1895-7), in dem
er einen grossen Teil der algebraischen Zahlentheorie überarbeitete, und seinen
axiomatischen Zugang der euklidischen Geometrie (1899). Auf dem Internationalen
Mathematikerkongress 1900 in Paris stellte Hilbert seine berühmte Liste
von 23 Problemen vor, denen sich seiner Meinung nach die Mathematiker
verstärkt zuwenden sollten. Einige dieser Probleme sind noch immer ungelöst.
Nach seinen Arbeiten zur Geometrie war sein grösster Wunsch, die
Widerspruchsfreiheit der elementaren Zahlentheorie zu beweisen und dadurch die
Mathematik aus der Grundlagenkrise zu führen, die auch Philosophen wie Bertrand
Russell (18.5.1872 - 2.2.1970) stark interessierte. Einige Mathematiker lehnten seine Methode zur
Behebung dieser Grundlagenkrise ab und im Jahre 1931 zerschlug Kurt
Gödel alle Hoffnungen auf einen Erfolg, indem er zeigte, dass in einer
widerspruchsfreien Formalisierung der natürlichen Zahlen ein Satz A existiert,
so dass weder A noch nicht-A in dieser Formalisierung bewiesen werden können.
Um 1903 führte Hilbert, bei der Untersuchung eines Problems von
Integralgleichungen, den unendlichdimensionalen euklidischen Raum ein, der heute
nach ihm benannt wird.
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