Gottfried Wilhelm Leibniz 
1.7.1646 - 14.11.1716
Der Philosoph, Mathematiker und Naturforscher wurde
1646 in Leipzig geboren und verstarb 1716 in Hannover.
Leibniz habe viele Leben gelebt - als Diplomat,
Historiker, Philosoph und auch Mathematiker. Griechisch und Latein erlernte der junge
Leibniz autodidaktisch und das humanistische Studium befriedigte ihn nicht mehr - und so
wandte er sich der Logik zu.
Aus den Versuchen die klassische Logik zu
reformieren entwickelten sich die ersten Ansätze zu seiner 'Characteristica Universalis'.
Mit dieser Idee war Leibniz seiner Zeit in Bezug auf Logik und Mathematik
um zwei Jahrhunderte voraus und stand damals mit diesem Traum allein. Russell und
Whitehead griffen erst 1910 mit Ihrer 'Principia Mathematica' die Entwicklung der
symbolischen Logik wieder auf.
Leibniz verband in sich die beiden gegensätzlichen
Gebiete der Mathematik, das kontinuierliche und diskrete. Er schuf für die Mathematik die
Infinitesimalrechnung und die Kombinatorik. Leibniz war vielseitiger als
Newton, der unbeirrbar nur ein einziges Ziel kannte - die Anwendung mathematischen Denkens
auf die Erscheinungen des physikalischen Universums.
Leibniz sagte noch im 17.Jahrhundert über die
:
... der Heilige Geist fand einen erhabenen Ausweg in der Analysis mit diesem Mittelding zwischen Sein und Nichtsein,
das wir als imaginäre (Quadrat)wurzel der negativen Einheit bezeichnen.
Leibniz führte den . als Multiplikationszeichen und : als Divisionszeichen ein. Leibniz leistete auch auf den
Gebieten der Rechtswissenschaft, Theologie, Politik, Geschichte, Literatur, Logik, Metaphysik und Philosophie
überragendes. Leibniz wurde auch einer der ersten ausländischen Mitglieder der
französischen Akademie der Wissenschaften.
Seine letzten Lebensjahre wurden vom
Prioritätsstreit mit Isaac Newton um die Erfindung
der Differential- und Integralrechnung überschattet.
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